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Musikverein Laudenbach begeistert über 400 Zuhörer bei der „Gala der Blasmusik“ im Hofgarten Kleinheubach
Laudenbach. Längst ist die „Gala der Blasmusik“ des Laudenbacher Musikvereins zu einer festen Größe der gehobenen Unterhaltungsmusik geworden. Am Sonntag 6. April war es wieder soweit: Mit Stücken verschiedenster Stilrichtungen hat das Orchester des Musikvereins im Hofgartensaal Kleinheubach den Frühling begrüßt und sich in die Herzen der über 400 Besucher gespielt.
Für den Erfolg des Abend sorgten neben ausgewählten Hits aus der Blasmusikszene auch die „Comedian Sixpacks“ als besonderer Farbtupfer mit ihrer komödiantischen Show, ganz im Stil der Comedian Harmonists. So war es kein Wunder, dass das gut zwei Stunden dauernde kontrastreiche Programm in spannungsgeladener Atmosphäre, begeisterte Besucher auf seiner Seite hatte. Das in allen Registern gut besetzte Orchester unter der Leitung von Erich Rachor spielte in voller Harmonie, souveräner Interpretation und ungebremster Spielfreude selbstbewusst und Zielstrebig auf. Beeindruckend war auch, wie es das in allen Registern vorzüglich besetzte Orchester verstand, die typischen Stücke von Polkas, Walzer und Marsch Melodien, aus der Feder so bekannter Komponisten wie Ernst Mosch, Franz Bunmmerl, oder Franz Watz mit ihrem charakteristischen weichen und gemütlichen Klang umzusetzen.
Böhmische Blasmusik
Kaum andere Stücke wären zum Auftakt der Gala als Homage an die Blasmusik besser geeignet gewesen, als der stimmungsvolle „Egerländer Musikantenmarsch“ mit präziser Melodienführung und klangvollem Lauf der Trompetenregister von Ernst Mosch und das „Musikantentrio“ aus der Feder von Franz Watz mit mit denen das Blasorchester Laudenbach den musikalischen Reigen dymanisch klangvoll eröffnet hat. In prächtiger Spiellaune und exzellentem Klangvolumen präsentierten sich die Solisten Christoph Bernhard, Andreas Stapp, Stefan Reis und Michael Wöber mit der lustigen Polka „Zwei junge Tenöre“ nach der Musik von Peter Schad. Als exzellenter Könner auf der Klarinette spielte sich in blumig romantischen Tönen Hermann Frieß mit dem stimmungsvoll heiteren „Petite Fleur“ nach der Musik von Sidney Bechet und arrangiert von Erich Rachor unter gefühlvoller Begleitung des Orchesters in die Herzen der begeisterten Zuhörer. Die Zeit des Zupackens bestimmten die 50er Jahre und so klassische Blasmusikstücke mit bunten Landschaftsfarben wie die „Fuchsgraben Polka“ aus der Feder von Karel Vacec Arrangiert von Erich Rachor haben dem Orchester die Möglichkeit geboten sich mit seinem gesamten Trompetenregister auszuzeichnen. Wie Luftsprünge anmutend ließ der Solist Ralf Zöller seine Tuba mit vielen schwierigen Kadenzen bei den virtuosen „Tuba-Cabriolen“ von Robert Payer erklingen. Die 1956 entstandene Instrumentalkomposition „Mitternachtsblues“ von Franz Grothe, Arrangiert von Erich Rachor interpretierten die Trompetensolisten Stefan Braunwart und Alexander May ansatzfrei und in brillanter Technik. Als dynamischer Solist erwies sich Felix Wöber mit Franz Bummerls „Lieblingstrommler“.
Im Stil der Comedian Harmonists
Einen Volltreffer landeten die Veranstalter mit den fünf lebhaften Sängern der „Comedian Sixpack“ aus dem Odenwald, die mit ihrem fünfstimmigen Gesang und komödiantischen Showeinlagen ganz im Stil der Comedian Harmonists die Zuhörer zu wahren Begeisterungstürmen hinrissen. Als Verwandlungskünstler im Frack, als Matrosen oder feurige Spanier verstand es die Gruppe mit ihren Arrangements aus dem Bereich der Roaring Twenties, Klassiker und Poppmusik bis hin zu unvergessener Filmmusik die Lachmuskeln der Zuhörer mit Liebesgeschichten aus Ägypten oder auch so Ohrwürmer wie „Wochenend und Sonnenschin“ und Klassiker wie „Mein kleiner grüner Kaktus“ aufs äußerste zu strapazieren.
Unvergessene Evergreens die das Herz erfreuen
Im zweiten Konzertteil waren vom Orchester mit den Gesangssolisten Kerstin Olejak und Christian Schmitt Schlager und Evergreens im Sound der dreißiger Jahre bis zur Gegenwart zu hören. Darunter so bekannte Stücke wie „Down Town“ von Tony Hatch, ein „Liebeskummer Medley“ das mit Stücken wie Zwei kleine Italiener oder Liebeskummer lohnt sich nicht, den Elan der Musik der sechziger Jahre widerspiegelt. Zu einer Liebeserklärung der besonderen Art wurde „Just Tue Way You Are“ von Billy Joel mit der Altsaxophonistin Sabrina Habermann. Den Abschluss der gelungenen Gala bildeten eine Auswahl der von Erich Rachor arrangierten schönsten Melodien von Udo Jürgens. Der Dank des Vorsitzenden Michael Breitenbach, galt zum Abschluss des Konzertes allen, die zum Gelingen beigetragen haben. Durch frenetischen Beifall erklatschten sich die Zuhörer noch zwei weitere Zugaben. Durch das Programm führten Heike Rachor und Michael Wöber.
Manfred Seemann, Bote vom Untermain vom 9. April 2008
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