Gala der Blasmusik 2005

MV Laudenbach

Auf Ernst Moschs Spuren

Gala der Blasmusik des Musikvereins "Harmonie"


LAUDENBACH. Auch traditionelle Blasmusik kann für ein volles Haus und begeisterte Zuhörer sorgen. Beim Gala-Abend des Musikvereins "Harmonie" führte das prächtig aufgelegte Blasorchester die Besucher am Sonntag in der restlos überfüllten TV Sporthalle auf die Spuren von Ernst Mosch und seiner legendären böhmischen Musik.
Das gut besetzte Orchester unter der Leitung von Erich Rachor spielte in voller Harmonie, souveräner Spielfreude mit dem bekannten Gesangsduo Karin und Kurt selbstbewusst und zielstrebig auf. Beeindruckend auch, wie es das Orchester verstand, die typisch böhmischen Polkas, Walzer und Märsche - Melodien, aus der Feder so bekannter Komponisten wie Ernst Mosch, Robert Payer und Franz Bummerl - mit ihrem charakteristisch weichen und gemütlichen Klang im Zusammenwirken mit dem gefühlvollen Gesangsduo umzusetzen.
Mit dem temperamentvollen "Andulka Marsch" von Frantisek Kmoch stimmte das Blasorchester unter Erich Rachor die Zuhörer ein. Sein gutes Klangvolumen bei präzisen Einsätzen stellte das Orchester im Zusammenspiel mit dem Trompetensolisten Stefan Braunwarth bei der Interpretation des Stücks "Milky Way" von Zdenek Gursky und dem "Klarinetten Muckl" nach einer Bearbeitung von Hans Zander mit präzisem Lauf der Klarinettensolistinnen Veronika Ruggieri und Petra Häfner unter Beweis. Im Ernst-Mosch-Sound ließ das Orchester mit dem Gesangsduo die samtig weich klingende Polka "Wir sind Kinder von der Eger" erklingen. Ein Beleg für die gute Besetzung des Orchesters mit Solisten lieferten die Tenorhörner mit Michael Wöber, Andreas Stapf, Christoph Bernard, Andreas Frieß und Stefan Reis mit ihren klangvollen Solostücken "Hörner auf und ab" nach einem Arrangement von Erich Rachor.
Temperament- und gefühlvoll beherrschte der junge Schlagzeugsolist Felix Wöber sein Instrument mit dem Marsch "Lieblingstrommler" aus der Feder von Franz Bummerl. Schwungvoll wurde die Gala nach einer kurzen Pause mit tollem Sound der Hörner, ein Paradestück des Orchesters bei der "Lottchen Polka" von Ladoislav Kubes und dem lebhaften "Cherry Pink" von Loniguy Larne mit dem Trompetensolisten Stefan Braunwarth fortgesetzt. Als exzellente Solisten auf der Trompete erwiesen sich Stefan Frosch, Manuela Eilbacher, Klaus Frosch und Stefan Braunwarth mit der "Sehnsuchtsmelodie" nach einer Musik des legendären Trompeters Walter Scholz.
Den Abschluss einer gelungenen und von stürmischem Beifall gekrönten Gala der Blasmusik besorgte Wenzel Zittners nahezu weiche und zärtliche Polka umrahmt vom wohlklingenden Gesangsduo "Bis bald auf Wiedersehn". Nach langem Beifall gab es noch den "Frankenlied-Marsch" als Zugabe. Durch das Programm führten Michael Wöber und Erich Rachor.

Manfred Seemann, Bote vom Untermain vom 11. Oktober 2005  

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